Lieblose Reime, liebloser Klang
begegnen mir leider hier überall.
Kam jemand einmal mit Reimen voran
hinterließen sie bloß einen leeren Hall.
Der Rhythmus entstellt, das Metrum vergessen
das Reimschema Paarreim, beherrscht man nicht mehr?
Besitzt wer die Gabe in Worten zu messen
kommt keinelei wahre Dichtkunst hierher?
Ich weiß dieser Text voller Anschuldigungen
besitzt nicht den Raum das Herz zu bewegen.
Aber was sind schon lieblose Huldigungen,
wenn die Wortmalerei wird aufgegeben?
An Menschen, die hier ihre Meinung bekunden,
an Menschen, die hier ihre Träume beschreiben,
die vielen Worte sind nur sprachliche Wunden
bringen mir Trauer und seelisches Leiden.
Wer hier denkt Sex und Grobheit sei richtig ,
wer glaubt der Beste zu sein sei so wichtig,
der hat vergessen zu überzeugen,
zu malen, zu spielen, Gefühle zu zeigen.
Mit Worten teilen Menschen Freuden,
sie hören, sie fühlen, sie riechen und neigen
niemals den Kopf vor so niedrem' Getier,
das glaubt es sei ein Talentierter hier.
Denn jemand, der glaubt, dass er der Größte sei
für ihn ist all die Lyrik bloß einerlei.
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